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Mittwoch, 15. März 2017

Warum uns oxidativer Stress alt und krank macht

Unser Körper ist ein System aus Gleichgewichten. Zu nennen wären da beispielsweise das Säure-Basen-Gleichgewicht, aber auch das Energiegleichwicht oder das antioxidative Gleichgewicht.

Und um genau dieses soll es heute gehen. Das antioxidative Gleichgewicht bezeichnet das Verhältnis von freien Radikalen zu Antioxidantien im Körper. Grundsätzlich gilt, dass ein System umso stabiler ist, je näher es sich am Gleichgewicht befindet.

Jedes Ungleichgewicht stellt einen Stressfaktor für den Organismus dar. Gut, nun gehören Stressfaktoren zum Leben dazu und generell ist unser Körper auch sehr gut in der Lage, diese vorübergehenden Ungleichgewichte auszugleichen. Aber: Je länger der Stressfaktor besteht, desto länger besteht das Ungleichgewicht und desto höher ist die Belastung für den Körper. Und umso heftiger kann eine mögliche Reaktion ausfallen.

Wir kennen das aus unserem Alltag: Wir sind vielleicht mit einer Situation unzufrieden, sagen aber nix. Die Unzufriedenheit schaukelt sich über eine ganze Zeit auf - und dann, irgendwann platzt uns der Kragen. Unsere Reaktion ist umso heftiger. Wo am Anfang vielleicht ein kurzes Gespräch gereicht hätte, ist jetzt heftiger Streit angesagt. Was wieder neue Unzufriedenheit erzeugt...

Bei unseren körperlichen Reaktionen ist es genauso. Je mehr Hinweise ich ignoriere, desto mehr Ungleichgewichte entstehen. Und je mehr lebensstilbedingte Ungleichgewichte ich in mir habe, desto höher ist die Belastung für meinen Körper. Dauerhafte Ungleichgewichte führen meist sogar zu Symptomen bzw. Krankheiten.

Gesundheit ist eine Fähigkeit


Moderne Ansichten besagen, dass Gesundheit, nicht wie früher angenommen, ein Zustand ist, sondern eine Fähigkeit. Und zwar die Fähigkeit, angemessen mit den Herausforderungen umzugehen. Herausforderungen dabei sind z.B. (falsche) Ernährung, Bewegungsmangel, Stress.

Das schöne dabei ist, Fähigkeiten kann man erlernen. Orthomolekularmediziner gehen davon aus, dass sich 60 bis 80% aller heutigen sog. Zivilisationskrankheiten durch Veränderungen positiv beeinflussen lassen.

Meinen Job sehe ich z.B. darin, Menschen zu helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Aber zurück zum antioxidativem Gleichgewicht. Wie gesagt, hier geht um die Balance von freien Radikalen und Antioxidatien im Körper.

Freie Radikale sind normale Nebenprodukte beim Stoffwechsel und grundsätzlich erstmal nicht schlimm. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um sehr kleine Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Das blöde dabei ist, dass diese freien Radikale andere Zellen angreifen, um sich dieses Elektron zu besorgen. Wie der Name schon sagt, sind sie dabei relativ radikal. Besonders beliebt sind dabei Zellen der Haut, der Gefäße und der Organe. Um das zu verhindern, steuert der Körper mit der Bildung bzw. Verarbeitung von Antioxidatien gegen, denn diese Antioxidantien liefern dieses fehlende Elektron und machen die freien Radikalen damit unschädlich. Manche Antioxidatien müssen dem Körper allerdings von außen zugeführt werden, vor allem die Vitamine A,C und E, das Spurenelement Selen sowie bioaktive Pflanzenstoffe wie z.B. Polyphenole.

Bestimmte Vorgänge und Lebensstile sorgen allerdings für ein erhöhtes Aufkommen von freien Radikalen. Dazu gehören vor allem Stress, Rauchen, Medikamenteneinnahme und entzündliche Prozesse im Körper.

In der Folge kommt es zu einer Störung der Balance zwischen freien Radikalen und verfügbaren Antioxidantien. Das Gleichgewicht kippt und man spricht von oxidativem Stress.

Wir alle kennen das Bild des braun gewordenen Apfels. Das ist oxidativer Stress.

Oxidativer Stress schädigt vor allem Enzyme und führt zu Funktionseinschränkungen bzw. Funktionsverlusten. Nicht zuletzt kann oxidativer Stress auch die Erbsubstanz schädigen und zu Mutationen, Krebs und Zellsterben führen.

Dauerhafter oxidativer Stress ist der wesentliche Auslöser für Altern, Krankheit und Tod. 

Was hat das ganze jetzt aber mit externem, lebensstilbedingtem Stress zu tun?

Grundsätzlich ist Stress eine natürliche Reaktion des Körpers auf Gefahr. Bei Stress stellt der Körper Energie bereit. Es geht um Kampf oder Flucht. Bei der Energiebildung entstehen aber freie Radikale. Das bedeutet also:

mehr Stress - mehr Energie - mehr freie Radikale.

Zudem führt er zu mehr körperlicher Anspannung, da u.a. die Muskeln in "Alarmbereitschaft" versetzt verwerden. Lebensstilbedingter Stress hat also das Potential, uns in oxidativen Stress zu versetzen bzw. oxidativen Stress zu erzeugen.

Man könnte das Ausgleichen, indem man dem Körper viele Antioxidatien zuführt, z.B. durch besonders gesunde Ernährung mit viel Gemüse, ohne Zucker, wenig Kaffee und natürlich ohne Rauchen.

Aber, so sind wir Menschen nun mal, wir neigen in stressigen Zeiten eher zum genauen Gegenteil. Raucher rauchen besonders viel, statt Gemüse gibt's Fast Food, Kaffee eher in Massen denn in Maßen usw. usf.

Der oxidative Stress verstärkt sich also eher noch. Eine ziemliche Negativspirale setzt sich in Gang. Chronischer Stress kann also zu dauerhaften Ungleichgewichten führen. Langfristig kann sich unsere Fähigkeit, Energie zu erzeugen, nachhaltig verschlechtern, bis hin zur Erschöpfungsdepression.

Stress macht also krank.

Und selbst wenn er nicht direkt krank macht, führt Stress oft zur Einschränkung von Lebensqualität durch Symptome wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Erschöpftheit etc.

Und Stress macht alt. Denn er behindert Zellerneuerungsprozesse und die verstärkte Anzahl an freien Radikalen und diese greifen, wie gesagt, u.a. Hautzellen an, was uns alt aussehen lässt.

Die Lösung?

Wir müssen also die Zufuhr an Antioxidatien erhöhen. Das funktioniert z.B. über gemüsereiche Ernährung mit vielen bioaktiven Pflanzenstoffen, möglichst unverarbeitet und saisonal und viel Bewegung.

Grundsätzlich brauchen wir dazu Stoffe, die den oxidativen Stress reduzieren. Dazu gehören z.B. grüner Tee, Resveratol, Selen, Vitamin E und Chlorophyll. Andererseits müssen wir die Energieproduktion anregen und die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit steigern. Dazu sind Stoffe wie das Co-Enzym Q10, die B-Vitamine, L-Carnitin, Cholin und Eisen sehr gut geeignet. Verstärkt wird die Bioverfügbarkeit dieses Mikronährstoffe durch die Beigabe von Aloe Vera.

Ich arbeite mit einem wissenschaftlich entwickelten Mikronährstoffgetränk, das all diese Stoffe
beinhaltet. Eine Sutdie, die 2014 im Magazin Orthomolekularmedizin & Ernährung veröffentlicht wurde, belegt, dass die Inhaltsstoffe nachweislich oxidative Stressparameter im Körper senken können.

Unser Mikronährstoffgetränk kann also auf natürliche Weise Schäden durch oxidativen Stress entgegenwirken.

Wer sollte sich also mit dem Thema erhöhte Antioxidatien-Zufuhr beschäftigen?

  • alle, die unter dauerhaftem Stress stehen
  • alle Raucher
  • Leistungssportler
  • wer unter intensiver körperlicher Belastung steht
  • wer unter Bluthochdruck, Herzschwäche oder Diabetes leidet
  • wer eine Chemotherapie absolviert
  • wer unter chronischen Entzündungen leidet
  • wer auf Anti Aging Wert legt.
Meist sind die positiven Wirkungen der erhöhten Antioxidatienzufuhr schon nach kurzer Anwendungsdauer zu erzielen.

Wenn Sie betroffen sind oder unverbindlich wissen wollen, ob zusätzliche Antioxidantien für Sie eine positive Wirkung haben könnten, rufen Sie mich gern unter  0151 20719040 an oder schreiben mir an info@vital-und-schoen.com.

Dienstag, 23. August 2016

Was Ihre Allergie mit Ihrem Darm zu tun hat

Was Ihre Allergie mit Ihrem Darm zu tun hat

Die Zeichen sind alamierend. Allergien werden zunehmend zur Volkskrankheit. Verschiedene Quellen bestätigen, dass inzwischen mehr als ein Drittel der Deutschen unter Allergien leiden.In den letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der Allergiker verdreifacht! Experten gehen davon aus, dass mittlerweile mehr als 1 Million Kinder in Deutschland unter Heuschnupfen leiden!

Doch nicht nur die Zahl der Allergiker hat sich vervielfacht. Auch die Symptomausprägungen haben sich verstärkt und die Zahl der potentielle Allergene wird zunehmend größer.

Sind Allergien eine neumodische Erscheinung?


Nein, ganz und gar nicht. Schon aus dem alten Persien vor über 1.000 Jahren gibt es Berichte, dass allergische Reaktionen auf bestimmte Rosen auftraten. Auch aus dem alten Ägypten und dem alten Rom sind Berichte bekannt, die man heute als Allergie bezeichnen würde.

Den Begriff "Allergie" hat der Wiener Kinderarzt Freiherr Clemens von Pirquet im Jahre 1906 geprägt. Er definierte den Begriff weitgefasst als "veränderte Fähigkeit des Körpers, auf eine fremde Substanz zu reagieren". Pirquet erkannte als Erster, dass Antikörper auch Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen können.

Das Wort "Allergie" stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet frei übersetzt so viel wie "eigenartige Reaktion".

Und genau das ist eine Allergie ja auch. Normalerweise ist unser Immunsystem dazu da, für den Körper
schädliche "Eindringlinge" wie Bakterien, Viren, Pilze etc. zu bekämpfen. Im Normalfall funktioniert das auch sehr gut und der Körper schützt sich quasi selbst. Bei einer Allergie läuft aber unser Immunsystem "Amok" und statt Bakterien, Pilzen und Viren greift es nun auch an sich völlig harmlose Substanzen wie Pollen oder Nahrungsmittel an.

Man bezeichnet diese Auslöser auch als Allergene. Der Körper "erkennt" bestimmte Allergene als Feind und spezielle weiße Blutkörpcher, die B-Lymphozyten, bilden dazu passende Antikörper. Man bezeichnet diese auch als Immunglobuline. Immunglobuline sind y-förmige Eiweißketten, die sich an den vermeintlichen "Feind" anheften, ihn quasi als zu bekämpfenden Fremdstoff "taggen". Damit der Körper seinen Feind aber später wiedererkennt, bildet er zusätzlich noch sog. Gedächtniszellen, eine besondere Form der T-Lymphozyten. Deren Job ist es, sich die Oberflächenstruktur des "Eindringlings" einzuprägen.

Kommt man nie wieder in Kontakt mit dem "Feind", passiert nichts weiter. Das ist aber in der Realität recht unwahrscheinlich.

Die Allergie entsteht beim 2. Kontakt

Beim zweiten Kontakt mit dem Allergen schlagen die Gedächtniszellen Alarm. Sie machen das Immunsystem sofort auf den "Eindringling" aufmerksam. Der Körper beginnt sofort Antikörper zu bilden. Bei den meisten allergischen Reaktionen wird das Immunglobulin E (IgE) gebildet. Es "fängt" die Allergene und bildet mit ihnen zusammen einen sog. Antikörper-Antigen-Komplex. Dieser dockt dann an sog. Mastzellen an, die entzündungsauslösende Substanzen bilden, vor allem Histamin.

Unglücklicherweise befinden sich diese Mastzellen in Schleimhäuten und in der Haut. Die ausgeschütteten Stoffe führen zu Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Sekretbildung - eben den typischen Allergiesymptomen.

Wo liegen denn nun aber die Ursachen von Allergien?

Es gibt verschiedene Thesen dazu, einige der gängigsten habe ich mal zusammen getragen:

Allergien durch Vererbung

Es ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass Kinder, deren Eltern unter Allergien leiden, einem erhöhtem Allergierisiko unterliegen. Allergien können also durchaus vererbt werden (Quelle).

Allergien durch übermäßige Hygiene

Manche Forscher gehen davon aus, dass übertriebene Hygiene - antibakterielle Haushaltsreiniger, ständiges Benutzen von Desinfektionstüchern und -mitteln, übertriebenes Duschen und Waschen - dazu führt, dass unser Immunsystem, vor allem in der Kindheit und frühen Jugend, unterfordert ist. Es langweilt sich quasi und sucht sich neue "Opfer". Insbesondere wenn Babys und Kleinkinder ständig von Keimen ferngehalten werden, hat das Immunsystem keine Chance, sich richtig zu entwickeln. Dazu passt auch, dass in Ländern mit geringeren hygienischen Standards Allergien nur sehr selten vorkommen.

Allergien durch veränderte Lebensgewohnheiten

Der Bauplan unseres Körpers ist Millionen Jahre alt. Damals lebten die Menschen in der Natur und ernährten sich von dem, was gerade wuchs. Stress entstand nur beim Jagen oder kurzfristig in Bedrohungssituationen.

Heute gehört Stress zur Tagesordnung, Lebensmittel sind mehr künstlich als echt und verdienen eigentlich nur die Bezeichnung "Sättigungsmittel", Rauchen, Fast Food, Umweltgifte und "Dauerberieselung" durch Medien beeinflussen unseren Stoffwechsel negativ. Viele leben in Städten und haben kaum noch Kontakt zu Tieren und zur Natur.

Unsere Lebensmittel sind mit Zusatzstoffen vollgepumpt und haben kaum noch Vitalstoffe. Diese braucht der Körper aber so dringend. Reichte es früher z.B., eine Banane zu essen, um mit ausreichend Folsäure versorgt zu sein, muss man heute schon 6 bis 7 Stück essen, um auf die gleiche Menge Folsäure zu kommen. Der Vitamin C-Gehalt des Obstes, was man bei uns in Supermärkten und Discountern bekommt, geht oftmals gegen Null.

Die sog. ISAAC-Studie aus dem Jahr 2013 hat ermittelt, dass Kinder und Jugendliche, die dreimal pro Woche Fast Food verzehren, einem deutlich höheren Risiko unterliegen, an Allergien zu erkranken. Insbesondere das Risiko für Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis stieg deutlich an.

Ständiges Sitzen und fehlende Bewegung tun ihr Übriges, um unseren Körper aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Allergien durch Kaiserschnitt und kurze Stillzeit

Fast jede 3. Geburt heutzutage erfolgt per Kaiserschnitt. Nicht selten stehen dabei eher betriebswirtschaftliche Betrachtungen als medizinische Notwendigkeiten im Vordergrund. Eine Untersuchung des Henry Ford Health Systems ergab, dass Kaiserschnitt-Kinder einem 5x höherem Risiko unterliegen, an Allergien zu erkranken als natürlich geborene Kinder. Das liegt einfach daran, dass bei einem Kaiserschnitt der Erstkontakt mit gesundheitsfördernden Darmbakterien, die während der natürlichen Geburt aufgenommen werden, fehlt.

Kinder werden heute außerdem deutlich kürzer gestillt als noch vor einigen Jahren. Das Stillen sorgt aber für ein stabiles Immunsystem des Kindes.

Allergien durch veränderte Umweltbedingungen

Unsere Umwelt wird immer schmutziger. Nicht nur, dass unzählige unnötige Verpackungen für riesige Müllberge sorgen. Nein, auch die explosionsartig gestiegene Zahl von Autos und anderen Fahrzeugen, große Industrieanlagen und viele andere veränderte Bedingungen sorgen für eine zunehmende Umweltverschmutzung. Unsere Umwelt steht also auch unter Stress. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Bäume infolge der Erderwärmung und Schadstoffbelastung mit zunehmender Pollenausschüttung reagieren. Auch bei Haselsträuchern sorgt die zunehmende Umweltverschmutzung für Stress. Diese reagieren mit einer veränderten Eiweißstruktur, auf die immer mehr Menschen heftig reagieren. Das Helmholtz-Zentrum in München hat heraus gefunden, dass Beifußpollen (Ambrosia artemisiifolia) sich mit Stickstoffdioxid (entsteht bei der Verbrennung fossiler Stoffe wie Holz, Kohle oder Gas) in Verbindung setzen kann. Dabei erhöht sich die Anzahl der Pollen und die Allergene werden aggressiver. Auch das Hauptallergen der Birke (Bet v1) kann sich an Dieselrußpartikel anheften. Es kann damit nicht nur beim Einatmen in tiefere Lungenabschnitte eindringen, sondern wird auch aggressiver.

Allergien durch Antibiotika

Bei bakteriellen Infektionen - und häufig auch unsinnigerweise bei Viruserkrankungen - wird in der Schulmedizin heute schnell Antibiotika verschrieben. Antibiotika töten Bakterien oder verhindern deren Ausbreitung. Das Problem: es werden nicht nur schlechte Bakterien getötet. Jede Antibiotika-Behandlung richtet sich auch gegen die guten Darmbakterien, die für das Gleichgewicht der Darmflora erforderlich sind. Man spricht auch von Dysbakterie, also davon, dass sich das Verhältnis von guten und schlechten Bakterien krankhaft verändert hat. Im Darm sitzt aber unser Immunsystem und das ist vollkommen abhängig vom intakten Zustand der Darmflora. Antibiotika schwächen also unser Immunsystem. Und ein geschwächtes Immunsystem neigt zu Fehlreaktionen bzw. Überreaktionen, z.B. entzündungsauslösende allergische Reaktionen. Besonders heftig sollen die Reaktionen sein, wenn bereits bei Kleinkindern Antibiotika eingesetzt werden.

Eine Studie der Standford University (Kalifornien) hat herausgefunden, dass auch sechs Monate nach Absetzen der Medikamente noch Störungen der Darmflora nachweisbar sind.

Allergien durch einen undichten Darm

Wie Sie bereits wissen, sitzt unser Immunsystem im Darm. Unser Darm ist also maßgeblich dafür verantwortlich, ob es uns gut geht. Über die Schleimhaut des Darms gelangen Nähr- und Vitalstoffe über das Blut zu den Zellen. Die Schleimhaut ist allerdings nicht vollständig durchlässig und verhindert, dass Unverdautes, Bakterien, Viren und Pilze ins Blut gelangen. Bei einem gesunden Darm gibt es quasi einen "Türsteher", der verhindert, dass schlechte Stoffe ins Blut gelangen. Dieser "Türsteher" heißt Zonulin und ist ein Botenstoff. Er bestimmt, ob die Kanäle (tight junctions) geöffnet werden.

In einem gestörten Darm wird viel häufiger als nötig Zonulin ausgeschüttet und die Schranke geöffnet. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass z.B. Gliadin - ein Bestandteil des Glutens im Weizen - für diese Störungen sorgt. Wenn die Schranke aber ständig geöffnet ist oder sich ständig öffnet und schließt, gelangen auch Fremdeiweiße und andere schädliche Stoffe ins Blut. Und die Schranke leiert aus. Es bilden sich kleine Öffnungen in den tight junctions, der Darm wird undicht. Man spricht auch vom Leaky-Gut-Syndrom. Wenn sich jetzt vermehrt Eindringlinge im Blut befinden, muss der Körper ständig Antikörper bilden. Diese "stürzen" sich dann - wie oben beschrieben - auch auf an sich harmlose Stoffe und lösen dann allergische Reaktionen aus. Es kann dabei auch zu entzündlichen Reaktionen an der Darmschleimhaut kommen, was das Leaky-Gut-Syndrom wiederum verstärkt.

Das Leaky-gut-Syndrom lässt sich über einen erhöhten Zonulin-Anteil im Serum bzw. im Stuhl nachweisen.

Allergien und Psyche - löst Stress Allergien aus?

Auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen, Körper und Seele stehen in engen Zusammenhang. Es ist nicht auszuschließen, dass ihre Seele Ihnen mit einer körperlichen Botschaft etwas mitteilen will. Psychische Belastungen wie Stress schwächen das Immunsystem. Daher kann ständiger Stress - egal ob geistig oder körperlich - eine bestehende Allergie verstärken oder auch Auslöser einer Allergie sein.

Auf der anderen Seite beeinflussen allergische Reaktionen die Lebensqualität und ständiger Juckreiz, Hautprobleme, Atemattacken etc. verursachen wiederum Stressreaktionen. Alles in allem ein Teufelskreis.

Allergien durch einen gestörten Stoffwechsel

All die genannten Punkte führen im Wesentlichen dazu, dass unser körperliches Gleichgewicht aus den Fugen gerät. In einem funktionierenden Stoffwechsel werden die "guten" Stoffe über das Blut zu den Zellen transportiert und die "schlechten" Stoffe bzw. "Abfallprodukte" von den Zellen weg transportiert. Als "Transportweg" dient die sog. Grundsubstanz, im Wesentlichen Bindegewebe und Wasser, das alle unsere Zellen umgibt. Unterliegen wir nun ständig den oben genannten Einflüssen, wird unser Körper mit Stoffen konfrontiert, die er nicht verarbeiten kann. Er lagert diese in der Grundsubstanz ab (aber auch an den Zellwänden und den Kapillaren). Der "Transportweg" ist quasi "behindert". Der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr ordentlich. Und diese Unter- oder Fehlfunktion zeigt sich häufig in Form von Symptomen, z.B. Allergien. Man spricht auch von Übersäuerung.

Zusammenfassung 

Sie sehen also, Ihr Darm spielt eine ganz wichtige Rolle, wenn es darum geht, der Ursache Ihrer Allergie auf den Grund zu gehen. Unser Immunsystem sitzt im Darm und ein funktionierender Darm ist die Voraussetzung für ein funktionierendes Immunsystem.

Die Schulmedizin behandelt oft nur die Symptome der Allergie. In vielen Fällen gilt daher: einmal Allergiker, immer Allergiker. Nicht selten hat die Behandlung sogar noch Nebenwirkungen, die ggf. wiederum behandelt werden müssen. Für die Pharmaindustrie ist das lohnenswert, aber für Sie?

Lassen Sie sich jetzt unverbindlich und kostenlos beraten! Schicken Sie mir einfach eine WhatsApp an 0151 20719040 und wir vereinbaren einen Termin.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Buchtipp: Mein Aloe Vera Konzept von Dr. Delbé

Buchtipp:

Mein Aloe Vera Konzept von Dr. Jean-Bernard Delbé

Heute möchte ich Ihnen ein Buch zum Thema Aloe Vera vorstellen, das mich wirklich begeistert hat. Wie es die Überschrift vermuten lässt, geht es um das Buch  "Mein Aloe Vera Konzept" von Dr. Delbé.

"Mein Aloe Vera Konzept", Dr. Jean-Bernard Delbé
Anders als viele andere Ratgerber überrascht das Buch schon beim Format. Mit seinen 21,5 x27,5cm
Hardcover (also fasst DIN A4) fällt es schon auf im Bücherschrank. Die Aufmachung ist schlicht, aber wirksam und der Inhalt hat es in sich.

Vorab aber noch ein paar Worte zum Autor:

Dr. med. Jean-Bernard Delbé wurde 1948 geboren und war über 30 Jahre lang in Kliniken, Krankenhäusern und in einer eigenen Praxis tätig. Er hat nicht nur klassische Schulmedizin studiert, sondern auch zahlreiche Zusatzausbildungen in Naturheilverfahren, Ernährungs- und Präventivmedizin sowie in orthomolekularer Medizin absolviert.

Er verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Einsatz von Aloe Vera. Er hält deutschland- und europaweit Vorträge und ist als Autor mehrerer Bücher sehr geschätzt.

Zum Buch:

Neben Vorwort, Einleitung und Schlusswort gibt es 12 Kapitel. Zuerst wird die Frage beantwortet, warum wir krank werden. Hier wird in übersichtlicher Weise erläutert, wie unser Stoffwechsel funktioniert und was das ganze mit Krankheiten zu tun hat.

In den nächsten beiden Abschnitten werden verschiedene Stoffwechselerkrankungen vorgestellt (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hauterkrankungen, Diabetes mellitus, Rheuma-, Hirn-, Darm- und Lebererkrankungen etc.) und deren schulmedizinische Behandlung erläutert. Dabei geht es nicht darum, dass in epischer Breite Krankheitsbilder beschrieben werden, sondern es wird kurz und prägnant eine Übersicht zum jeweiligen Organ und dessen Störung gegeben. Im Kapitel "Schulmedizin" wird hergeleitet, warum oft nur Symptome behandelt werden und viele Krankheiten einen chronischen Verlauf nehmen.

In den nächsten beiden Kapiteln geht es darum, welche Alternativen es gibt und dass statt einer Blockierung (z.B. über Beta-Blocker) in vielen Fällen eine Aktivierung des Stoffwechsels angesagt wäre. Dr. Delbé beschreibt die Aloe Vera als Stoffwechselaktivator und gibt in leicht verständlicher Weise Hinweise zur Anwendung, vor allem als Drinking Gel. Es werden außerdem Aloe Vera Spezialitäten mit Brennessel, mit Gelenknährstoffen und für Diabetiker vorgestellt.

Das 7. Kapitel gibt umfassende Erfahrungsberichte. Dr. Delbé beschreibt hier seine Erfahrungen mit dem Einsatz von Aloe Vera bei den o.g. Krankheitsbildern. Er gibt Tipps und Hinweise zur Anwendung in konkreten Fällen. Anwenderberichte von Einzelpersonen findet man nicht, dennoch kann man sehr viele Rückschlüsse auf das eigene Befinden ziehen.

In den nächsten drei Kapiteln wird noch die Anwendung von Aloe Vera bei Tieren und die äußerliche Anwendung beim Menschen erläutert. Die Zusammenfassung gibt einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse und stellt auch einen Bezug zum aktuellen Wellness-Trend her.

Im Kapitel 11 werden die wichtigsten Nährstoffe der Aloe Vera nach Kategorien aufgelistet. Leicht verständlich werden die chemischen Elemente und Prozesse erläutert und auch erklärt, wozu ein Mangel führt und in welchen Lebensmitteln die Nährstoffe sonst noch enthalten sind.

Kapitel 12 beantwortet die häufigsten Fragen in Zusammenhang mit der Anwendung der Aloe Vera, z.B.

Verträgt sich Aloe Vera mit Medikamenten?
Hilft Aloe Vera bei Morbus Crohn
Kann eine Schwangere Aloe Vera einnehmen?

und viele weitere. Insgesamt werden 13 Fragen beantwortet und sowohl Sportler, Diabetiker, Organtransplantierte und Menschen, die Blutverdünner nehmen, werden eine Antwort finden.

Bewertung:
In meinen Augen gibt das Buch einen sehr guten Überblick über das Thema Aloe-Vera-Anwendung. Es ist leicht verständlich geschrieben und optisch attraktiv gestaltet. Auch ohne Chemie- oder Medizinstudium findet man viele hilfreiche Anregungen, insbesondere wenn man neu in das Thema einsteigt. Das Buch lässt sich zügig lesen und kann auch gut als Nachschlagewerk dienen. Mit 29,95 EUR ist es natürlich kein Schnäppchen, aber für das, was das Buch einem selbst oder seinen Lieben Gutes tun kann, ist es das auf jeden Fall wert.

Das Buch eignet sich für alle, die vielleicht schon seit Jahren mit Symptomen kämpfen und nun endlich der Ursache auf dem Grund gehen wollen. Blenden Sie einmal einen Moment das aus, was Ihr Arzt immer sagt und überlegen Sie, ob Ihre Interessen (gesund werden) nicht vielleicht konträr zu denen Ihres Arztes sind (er will Sie als Patient behalten).

Wer Antworten darauf sucht, warum bestimmte Symptome seit Jahren auftreten und eher mehr als weniger werden, sollte das Buch unbedingt lesen.

http://www.kopp-verlag.de/cgi/wsaffil/wsaffil.cgi?act=callshop&shopid=kopp-verlag&subshopid=01-aa&idx=dynamic&affid=929&prod_index=B3212987